New Year New Me. Oder lieber doch nicht?

Written by Alison

2017 war ein scheiß Jahr. Ein richtiges Kack Jahr. Die meiste Zeit habe ich mich tot gestellt um nichts mehr fühlen zu müssen. Die Zeit flog an mir vorbei. Und ich konnte oder nein wollte nichts tun. Es war zu anstrengend für mich. Ich redete mir ein, dass ich es nicht schaffen würde. Also schaffte ich es nicht. Letztes Jahr habe ich nicht für mich gelebt. Ich habe gar nicht gelebt. Ich war einfach nur da. Und habe mir dabei zugesehen wie ich nichts tat.

Und auch wenn ich bei diesen „New Year New Me“ Sprüchen kotzen könnte, flammte etwas kleines Heute morgen bei mir auf. Etwas schönes, kleines. Eine Mischung aus Hoffnung, Willensstärke und Mut. Nicht den Wunsch alles anders zu machen. Sondern alles anders machen zu können. Ich habe die Wahl. Immer.

Weißt du, ich habe letztes Jahr oft in der Zukunft gelebt. Habe mir ausgemalt, geträumt, was wäre wenn gedacht. Pläne geschmiedet und mir so viel selbst Druck gemacht, dass ich überfordert war mit der Situation. Zu. Viel. Druck. Unter Druck schmeiße ich alles von mir und mache etwas anderes um mich abzulenken. Von außen sah es so aus als würde ich nichts tun. In meinem Kopf war eine Mischung aus der größten Party in der Hölle, dem schönsten Wunderland und der tiefsten Leere. Und jedes Szenario schrie sich an. Laut. Ich wurde stiller, immer stiller. Bis ich ganz verstummte und mich der Situation selbst hingab.

Die meiste Zeit lag ich im Bett und schaute den anderen dabei zu wie sie ihr Leben lebten. Schaute Instagram Story oder YouTube Vlogs. Und fühlte mich noch wertloser. Weil ich erstens nicht das Leben lebte, was sie lebten und zweitens nichts für mein Instagram, Blog, YouTube tat. Aber was sollte ich auch filmen? Worüber sollte ich schreibe, wenn ich nicht mal einen klaren Gedanken fassen konnte? Welches Instagram Bild hätte ich hochladen können, wenn ich verheult mit ungewaschenen Haaren im Bett lag und nicht atmen konnte, weil alles weh tat? Sich schlecht fühlen, weil man sich selbst schlecht fühlt. Großartige Situation.

2018 wird kein Jahr an dem ich mir vornehme das Beste aus mir selbst zu machen. Kein „New Year New Me“ Kack. Ich scheiß auf Perfektionismus, auf das dünnste, schlauste, beliebteste, berühmteste Ich. Ich habe es satt mich scheitern zu sehen, obwohl ich gar nicht scheitere. Ich stehe nur manchmal auf der Stelle, zu betäubt um weiter zu gehen. Aber das ist okay. Ich nehme mir vor, mir nichts vor zu nehmen. Keine Vorsätze. Nichts. Die Freiheit alles machen zu können. Keine Regeln. Keine Ängste, nichts was mir im Weg steht. Nicht mal ich selbst. Und wenn ich irgendwann einen Wunsch habe etwas zu ändern, dann tue ich es. Unabhängig davon ob es der 1. im Monat ist.

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