Kein Fashionblogger

Written by Alison

Letztens habe ich fremde Twitter Profile gestalket. Ja das tue ich ab und zu. Man muss ja offen für neues sein. Gedankenmist der anderen durch lesen. Weil ich ja selbst noch nicht genug Gedanken in meinem Kopf habe. Haha. Ich scrollte so rum. Da sah ich einen Tweet. „Nur weil du geschmacklose bunte Klamotten trägst bist du noch lange kein Fashionblogger, Schätzchen.“

Liebes Schätzchen,
es tut mir leid, dass du dir solchen Mist durchlesen musst. Das gute an einem Fashionblogger ist jeder kann es werden. Egal welchen Style er oder sie hat. Egal wie reich man ist. Egal welche Figur man hat. Es ist egal. Du kannst Fashionblogger werden, wenn du es willst. Eröffne einen Blog. Mache Bilder von dir und deiner Mode. Veröffentliche diese. Fertig. Du bist ein Fashionblogger. So einfach ist das.

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Es gibt kein zu viel. Kein zu wenig. Es gibt kein zu bunt. Kein zu einfarbig. Es gibt nur zu angepasst und zu unzufrieden. Warum sollte es bei Fashionbloggern Regeln geben? Die gibt es in der Mode doch auch nicht. Auch wenn dir das die selbst ernannte Fashionpolizei klar machen will. Hot or Not. Yay or Nay. Die schlimmsten Rote Teppich Outfits. 15 Fashion Regeln, die du auf jeden Fall wissen musst. Bla bla bla. Mach dein eigenes Ding Schätzchen. Werde Fashionblogger, wenn du es möchtest. Wenn nicht, dann eben nicht.

OMG. Ich habe zwei verschiedene Muster in einem Outfit. Kein Problem. Nenn das ganze Mustermix und alle sind zufrieden. Das ist so gewollt. Natürlich ist es so gewollt. Ich habe mich etwas am Look der 2000er inspirieren lassen. Da wo alle merkwürdig aussahen. Aber ganz ehrlich? Ich liebe es immer noch. Dieser Trash gepaart mit kleinen Glitzersteinchen überall. Durchsichtige Tops. Bodyglitter.

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Das Top ist aus dem Sale von Urban Outfitters von der Marke Light befor dark. Hat mich nur 5€ gekostet. Sale ist doch was Schönes. Das Top erinnert mich sehr stark an die 2000er. Der Schnitt mit diesem Wellenbund. Ich hatte früher viel davon. Und ja, ich habe keinen BH an. Ich habe einfach keinen BH, der unter dem Top fancy genug aussieht.

Den Rock habe ich von Monki. Ist aber schon etwas her. Mag sein, dass er bereits weg ist. Doch silberne Röcke gibt es zum Glück wie Sand am Meer. Ich liebe diesen Trend. Metallic. Wie schwer war es damals solche Sachen zu bekommen. Unendlich schwer. Das ist das gute am Trend. Es gibt es überall. Einige Menschen sind ja so anti Trend. Tragen Dinge, die sie mögen nicht mehr weil es Trend ist. Augenroll. Ich sage dazu nichts.

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Die Strumpfhose ist alt. Ich weiß nicht mehr woher sie ist. Wahrscheinlich habe ich sie von TKMAX. Aber das würde euch ja eh nichts bringen. Das finde ich auch immer so schade. Du siehst ein Teil auf einem Blog. Willst es haben, weil es fancy ist. Und da steht einfach nur Vintage. Oder Ebay. Das ärgert mich immer etwas.

Die Schuhe. Buffalos an sich ja schon geil. Silber toppt das nochmal. Und dann sind das auch noch silberne spiegel Buffalos. I can’t. So schön. Ich war auf dem ersten Blick verliebt. Die sind super selten. Sagt zumindest der Buffalo Dealer meines Vertrauens.

Wie süß ist bitte diese Tasche? Skinny Dip London ist eine Marke, die ich echt gerne mag. Ich habe die Tasche von meiner Schwester bekommen. Zum Geburtstag oder zu Weihnachten. So genau weiß ich das gar nicht mehr. Aber sie ist von ihr. Ich habe sie zum Outfit gewählt wegen der Farben. Ich greife gerne Farben im Look wieder auf. Das wirkt harmonischer finde ich.

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Top – Urban Outfitters | Rock – Monki | Schuhe – Buffalo | Tasche – Skinny Dip London | Choker – Tally Weijl | Ohrringe – Monki | Lips – Mac Cosmetics

Folgst du Fashionregeln oder trägst du schon das was du willst?
Klingt fast wie die Ikea Werbung. (Wohnst du noch oder lebst du schon.)

Comments: 7

  1. Dieses fremdeProfilegestalke kenne ich auch, allerdings ist es bei mir eher Instagram. Ganz schlimm ist es an der Uni, wenn ich auf den Bus warte – dort hat man noch WLan und ich like und kommentiere in den ca 10-20 Minuten meist so Hundert Bilder? Einfach, weil ich durch die Suchfunktion scrolle und gucke, was mich grad interessiert. So hab ich auch Puddingoats oder coole Makeupleute oder Travelleute entdeckt.

    Erst vor kurzen habe ich etwas ähnliches bei infatstyle gelesen – dort hieß es (auf Facebook) „du bist nicht Fashionblhgger, wenn du nicht dünn bist und coole Tunika trägst“ so pi mal Daumen zumindest. Und sowohl hier als auch in dem damaligen Fall könnte ich kotzen ohne Ende. Das ist so intolerante Kackscheiße, bei der ich gerne Leute anschreien möchte „Komm ma auf dein Leben klar, alder – first world problems“
    Ich finde auch, dass alles und jeder über Mode bloggen kann – selbst mein Jona macht bei mir gut gelesene Gastbeiträge über sein Minimalismus-Capsule-Wandrobe-Modeding.

    Mode ist für mich nicht nur Konsum … ich kaufe nicht wirklich viel neues, ich spiele lieber mit den Dingen, die ich habe, kombiniere sie neu, probiere Brüche aus. Und das macht mir Spaß. Heute gerade wollte ich eigentlich joggen gehen in meiner Laufpause, steckte dann im Zug fest und musste direkt im Laufoutfit zur nächsten Vorlesung und bekam prompt Komplimente für das tolle Outfit … und das ist eben Mode.
    Fashion happens. always and everywhere. In Estland (glaub ich) zeigt man seine Laune und Trauer nach der Farbe und Muster des Rocks an. In Japan sagt der Kimono, wie alt man ist. Und das Dirndl sagt, ob man verheiratet, single oder verwitwet ist. Leuten das Recht abzusprechen, ihre Mode zu feiern, finde ich nicht okay. Weil Mode viel mehr ist als Levisshirts und ein andere aktuelle Trends.

    ich wünsche dir was!
    Toller Post!
    Bettina von aufgerouget.de

    • Alison says:

      Hey Bettina. 🙂
      Danke für deinen langen Kommentar. Hat mich sehr gefreut. Ich lese so etwas ja nicht zum ersten mal, leider. Aber genau wie die Menschen die sich das Recht raus nehmen anderen zu sagen, was sie nicht machen sollen, haben die anderen das Recht genau das zu tun, was sie tun wollen. So lange sie niemanden dabei verletzten. Gewisse Regeln gibt es ja schon und zwar das Gesetzt. Aber das ist ja ne andere Sache 😀

      Ich kaufe für meine Verhältnisse viel ein. Allerdings sortiere ich auch einiges aus. Ich liebe es neue Trends an mir selbst auszuprobieren und zu schauen wie man diese in meinen Style einbringen kann. Also neues mit altem kombinieren.

  2. Hi Alison,

    ich fass mich kurz 🙂

    Erstens: Du sieht wirklich wahnsinnig toll aus in diesem Look!

    Zweitens: ich finde es einfach toll, dass Du so mutig bist! Du hast meinen ehrlichen Respekt!

    Liebe Grüße,
    Dietmar

    • Alison says:

      Dankeschön. Aber warum mutig? Warum muss man mutig sein um das zu tun, was man will? Ist die Tatsache nicht traurig?

      • Ja, es ist traurig aber zum Teil auch einfach wahr, leider 🙁

        Ich meinte in dem Falle jetzt aber ganz speziell Deinen Mut diese Top ohne BH anzuziehen und damit dann diese Fotos zu machen. Zumindest bin ich das von Dir bisher eher nicht gewohnt…

        Deswegen diese Aussage, dass ich Deinen Mut bewundere! Und ja, t bitte einfach weiter einfach das was DU willst.

        • Alison says:

          Warum ist es mutig seinen Körper zu zeigen? Diese Aussage habe ich schon so oft bei dem Bild erhalten. Was ist blos los mit der Welt, wie falsch läuft es, wenn man mutig ist, obwohl man nur seinen Körper zeigt? Es ist normal nicht zu sich zu stehen, sich hässlich zu finden, sich zu verstecken und es ist mutig sich zu lieben, zu sich zu stehen und das zu zeigen.

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